Showacts

Ein Hand auf Hand Adagio zwischen Mann und Frau bei dem die Kunst der Akrobatik auf die Spitze getrieben wird. Eine Symbiose aus chinesischer Akrobatik und russischer Ballettkunst entsteht, wenn die „Ballerina“ nicht auf den Brettern, die die Welt bedeuten tänzelt, sondern auf den Armen Ihres Partners.
Starcomedian-Patrick-Lemoine
Keiner beherrscht die Mischung aus Comedy und Jonglage so wie er. Hüte, Bälle, Zigarrenkisten oder Tücher – vor Patrick Lemoine ist nichts wirklich sicher. Dass der Franzose dabei nicht nur die Schwerkraft aufzuheben scheint, sondern auch noch gehörig die Lachmuskeln des Publikums trainiert, bescherte ihm unter anderem den Internationalen Artistenpreis des ZDF. Im Bonner Weihnachtscircus tritt der Star-Comedian dieses Jahr zum ersten Mal auf.
2018 wurde er auf dem Internationalen Circusfestival in Sao Paolo mit dem Charlie-Chaplin-Award ausgezeichnet. Für Tonito Alexis ein Karrierehöhepunkt – und dabei ist er noch keine 30 Jahre alt. Seinen sogenannten “Weißen” Humor verstehen Kinder und Erwachsene gleichermaßen, denn er setzt ausschließlich auf Gesten und Mimik. Das Clownsein ist dem Spanier praktisch in die Wiege gelegt worden, denn schon Vater und Großvater brachten die Menschen in Circuszelten auf der ganzen Welt zum Lachen. Zum Bonner Weihnachtscircus kehrt er immer wieder gerne zurück. So auch dieses Jahr.
Kontorsion oder im Volksmund Schlangenmädchen ist wohl die berühmteste aller Artistiksparten aus dem Reich der Mitte. Und in diesem Genre sind die Chinesen auch weltweit führend, was die Kunst des Verbiegens, die Eleganz und die Exotik dieser Nummern betrifft. Und speziell auch hier kann der Betrachter sehr schnell verstehen, dass es sich um etwas sehr schwieriges handelt, wenn eine junge Dame sich um ihre eigene Achs dreht, während sie an jeder Hand 4 Teller auf Stäben jongliert und sie mit dem Mund ein Rose aufhebt, die an Ihrer Verse liegt.
Carlo ist schon jetzt kein Neuer mehr in seinem Genre. In seiner Handstanddarbietung, seiner Spezialdisziplin, verbindet er Eleganz
Elastizität und Kraft schwungvoll miteinander. Carlo Schöbel kommt aus einer österreichischen Artistenfamilie. Schon im Alter
von fünf Jahren trat er gemeinsam mit seinen Eltern in der Manege und auf Bühnen auf.
2005 schließlich entschloss er sich, zur Perfektionierung seines Repertoires, sein Talent in professionelle Hände zu legen. Er wurde an der staatlichen Artistenschule in Berlin akzeptiert und absolvierte hier seine Ausbildung zum staatlich geprüften Artisten. Sein Schwerpunkt lag, trotz vielfältiger anderer artistischer Talente, im Fach der Equilibristik in Kombination mit Kontorsion. An der Schule begegnete er seiner Trainerin Katherina Deistler sowie der Ballettlehrerin Anna Sviletchenko die ihn ausbildeten und förderten. Carlo schuf eine atemberaubende, durchchoreographierte und technisch perfekte Darbietung die er bereits selbstbewusst in Produktionen und Shows auf mehreren Kontinenten präsentieren konnte.
Dem halsbrecherischen Schwalbenflug durch die Gucklöcher in den Mauern der weltberühmten Verbotenen Stadt nachempfunden gehört diese Kunst des Springens durch Reifen zu den wohl ältesten und bekanntesten Sparten der chinesischen Akrobatik. Bis zu einer Höhe von über 2 Metern schaffen es die jungen Männer zu springen. Die Zulassung zu Leichtathletikwettbewerben wird ihnen nur durch den nicht den olympischen Regeln entsprechenden dreifachen Flic Flac vor dem Absprung verwehrt.
Mit dem zurzeit weit verbreiteten Poledance hat diese Königsdiziplin der Chinesischen Meisterakrobaten wenig zu tun. Affenähnlich klettern die Ausnahmekünstler aus dem Reich der Mitte ohne Hilfsmittel an 6 Meter hohen Masten hoch und scheinen damit die Schwerkraft außer Kraft zu setzen.
Michele Krämer
Carlo Schoebel
Charmant und wortgewandt führt er durch den turbulenten Abend. Wer ihn bereits einmal erlebt hat, weiß, dass er nicht nur exzellent moderieren, sondern auch mitreißend singen kann. Professionelle Kostümwechsel wie bei einer großen Show gehören selbstverständlich dazu.
Aus der Ukraine stammt die Big Band unter Leitung von Yuri Kharchenko. Seit einem Jahrzehnt tourt er erfolgreich durch die Schweiz, dieses Jahr sorgt er im Bonner Weihnachtscircus für die passende musikalische Untermalung.
Ein nicht unwesentliches Markenzeichen der Jahrtausend alten Chinesischen Circuskunst ist der Fakt, dass der Artist sich nur mit seinem Körper und einfachen Requisiten aus dem alltäglichen Leben beschäftigt. Das hat den charmanten Nebeneffekt, dass der Zuschauer auch den Schwierigkeitsgrad weitaus schneller versteht, da er ja immer den direkten Vergleich zur normalen Welt vor Augen hat. So bekommt auch die Jonglage mit dem chinesischen Sonnenhut in der Gruppe von jungen Männern eine besondere Position und der Zuschauer ist erstaunt welcher Variationsreichtum in dieser Übung steckt. Und das ist vor allem trotz Tradition kein alter Hut.